Gründung und Ziele des BLZO

1970 gründete Gerhard Vogt, der damalige 1. Vorsitzende des Bund Deutscher Zupfmusiker, Landesverband Bayern, das Bayerische Jugendzupforchester. Aus diesem ging 1980 das Bayerische Landeszupforchester, das BLZO, unter der Leitung von Friedrich Ulrich hervor. Durch das neue Konzept entfiel die Einschränkung des Spielerkreises auf Jugendliche. Seitdem setzt sich das Orchester aus hochqualifizierten Mandolinen- und Gitarrenspielern, ausgewählt aus den regionalen Zupforchestern, aus Landes- und Bundessiegern des Wettbewerbs Jugend musiziert und aus Spielkreis- und Orchesterleitern der regionalen Zupforchester zusammen.

Die Zielsetzungen des BLZO sind:

  1. Die Weiterentwicklung der musikalischen Inhalte der Zupfmusik:
    Das Orchester erarbeitet eine moderne Spielweise und Anschlagstechnik und interpretiert u.a. Originalliteratur. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Komponisten sollen neue Werke für Zupforchester initiiert werden; insbesondere sollen die Möglichkeiten des Zusammenspiels auf Zupfinstrumenten ausgelotet werden, was sowohl die Einbeziehung von Solo- und Zusatzinstrumenten beinhaltet als auch Gesang, Tanz und Chor.

  2. Heranbildung und Förderung von Multiplikatoren:
    Mit der Heranbildung und Förderung von Multiplikatoren wird angestrebt, dass die Arbeitsergebnisse der BLZOs Eingang in die musikalische Breitenarbeit der Orchester finden. Darüber hinaus wird versucht, für alte und neue Werke, für folkloristische und konzertante Werke Interesse und Verständnis zu wecken. Schließlich wird das Empfinden für eine werk- und instrumentengerechte Interpretation geschult.

  3. Werbefunktion für die Zupfmusik in der Öffentlichkeit:
    Das BLZO soll die musikalische Arbeit des BDZ der Öffentlichkeit durch Rundfunkaufnahmen, Schallplatten- bzw. CD-Produktionen, Konzerte und Workshops exemplarisch demonstrieren. Insbesondere sollen die Möglichkeiten des Zusammenspiels auf Zupfinstrumenten dargestellt sowie wertvolle Originalliteratur für Zupforchester erarbeitet werden.

Dennoch sind diese Zielsetzungen nicht dogmatisch, sondern eher als konzeptueller Hintergrund zu sehen. Vielmehr prägte und prägt jeder der Dirigenten das Orchester auf seine Art und Weise - je nach Persönlichkeit und musikalischen Vorstellungen. Somit hat das Orchester die Gelegenheit, verschiedenste Erfahrungen zu sammeln und dabei musikalisch zu wachsen.