97. Arbeitstagung - September 2009

 

Beginn: Freitag, 18.09.09, Abend
Ende: Sonntag, 20.09.09, nach dem Kaffee
Tagungsort: Kastell Windsor, Rettenbach
Konzert: findet nicht statt

 

 

Bericht über die 97. Arbeitstagung:

Mit einer energischen Handbewegung  wischt Dominik Hackner die Schweißperlen von seiner Stirn: „Danke, Leute! Wir sind auf einem guten Weg und ich freue mich sehr auf unsere kleine Konzertreise nach Bottrop im November – das wird eine schöne Sache!“

Auch das Orchester atmet auf nach diesem Probedurchlauf für die Aufführung im Herbst . Nicht ganz zufrieden, nein, Verbesserungen sind immer angesagt, aber doch sehr beeindruckt von der Entfaltung der Musikalität und Klangfülle der Stücke von Samstag morgen 9.00 Uhr bis zum Schlußton am Sonntag um 14.00 Uhr. Es war also eine kurze aber dafür sehr intensive Arbeitstagung. Diesmal ohne Abschlußkonzert mit besonderem Schwerpunkt auf den Stücken für die Orchesterfahrt.
Besondere Feinarbeit verlangte dabei das bereits bei der letzten AT gespielte Konzert in  e-moll von J. S. Bach (wir berichteten), wobei in Bottrop Dominick Hackner den Part von Olaf Van Gonnissen auf dem Cembalo übernehmen wird. Mit „Preludio sinfonico“ von Ugo Bottachiari konnten wir unsere romantische Seite zum Klingen bringen, ebenso mit „Sincerely“ von Valdo Preema und bodenständig wurden wir wieder mit „Epigonics 2“ (auch von Preema).
Manch wonniger Schauer durchlief uns, wenn wir „Song of Japanese Autumn“ von Yasuo Kuwahara spielten, denn dies werden wir zusammen mit dem Zupforchester Kirchellen in Bottrop spielen; zu unserer und bestimmt der Zuhörer Freude.
Der zweite Schwerpunkt lag in der Arbeit an „Raidoh“ von demselben Komponisten, womit wir am Eurofestival 2010 teilnehmen werden. Dabei war das Orchester ganz besonders gefordert, den dynamischen Vorgaben des Dirigenten zu folgen.  

Wir überlegten, worin das Geheimnis der Musikalität dieses Orchesters liegt. Es mag begründet sein in der wunderbaren Verbindung von Anspannung und höchster Konzentration, wenn Dominik mit selbstverständlicher Autorität das Zeichen dafür gibt (verbal: “Alle stramm?“) und einer dabei doch äußerst angenehmen Arbeitsatmosphäre in der richtigen Balance von heiter und ernst.
Physisches und psychisches Wohlbefinden sind die Grundbausteine für Erfolg - besonders in der Musik. Das physische Wohl verdankten wir einer guten Küche, die auch für Nachschub offen war und einem gemütlichen Tagungshaus. Besonderer Dank gilt hier Daniel Ambarjan, der das ganze Wochenende wieder wunderbar managte.
Beim gemeinsamen Essen, Sonnenbaden, Spazierengehen, beim gemütlichen Plaudern im Kaminzimmer und beim gemeinsamen Ringen um den musikalischen Ausdruck fühlte sich auch die Seele wohl. Ein herzliches Dankeschön an alle Dozenten, die dazu beitrugen.

 Fazit: Gemeinsam aus dem vorliegenden Notenmaterial Musik herauszuarbeiten und zu erleben macht unglaublich Freude und das Mitwirken in diesem Orchester ist eine große Bereicherung.
In Vorfreude auf Bottrop!

(Christl Lobe / BarbaraBauer)