103. Arbeitstagung - Mai 2011

 

Beginn: 13.05.2011
Ende: 15.05.2011
Tagungsort: Diakonie-Gemeinschaft Puschendorf

 

 

Die 103. Arbeitstagung:

In der Diakoniegemeinschaft Puschendorf wurde das BLZO recht herzlich von den Schwestern der Diakonie begrüßt. Man tat alles, damit wir uns wohl fühlten.

Die Räumlichkeiten waren alle offen (Spielzimmer, Billard, Dart, Schwimmbad, …).
Vor allem bei den Mahlzeiten las man uns jeden Wunsch von den Augen ab.

Die Trennwände zum großen Probensaal konnten weggeschoben werden. Dies wurde von den Schwestern und vom Diakoniepersonal genutzt, um bei den Proben zuhören zu können. Ich bin mir sicher, dass wir trotz des Probencharakters einiges an Musikfreude weitergeben konnten.

 
Das Orchester in einer mittlerweile typischen Sitzordnung, keine gleichen Stimmen sitzen nebeneinander.

 
Teile des Orchesters in typischer Sitzhaltung (ECS-geschädigt?)

Schwimmbad

Zum ersten Mal hatte die Unterkunft bei einer Tagung ein Schwimmbad, welches von sehr vielen Spielern dankbar angenommen und ausgiebig genutzt wurde. Es stand jederzeit zur Benutzung offen und besonders motivierte Sportler zogen jeden Morgen und Abend ausgerüstet mit Schwimmbrille und Wasserball los um sich in die Fluten des Rheumabeckens zu stürzen.

Das Mittagessen am Samstag

Um bei der Tagung auch mal außer Haus zu kommen wurde das Mittagessen am Samstag im Gasthaus „Grüner Baum“ oder von Einheimischen nur Gasthof „Schmotzer“ genannt, eingenommen. Dieses war an fränkischer Heimatliebe nicht zu überbieten und bot uns ein reichhaltiges fränkisches Buffet, welches nach längerem Zureden auch Delikatessen für Vegetarier, wie z.B. einen Salat mit Putenbruststreifen anbot.

Verhungert ist keiner und als vegetarische Metzgerei ist der Gasthof sehr zu empfehlen!

Musikalisch

Die Tagung bleibt mir musikalisch als Wochenende der Extreme in Erinnerung.
Auf der einen Seite das intensive Zusammenklingen des Orchesters am Beispiel eines eigentlich einfachen Bachchorals. Die anfänglichen Schwierigkeiten, gleichzeitig anzuschlagen lösen sich schnell auf, wenn man die Gleichzeitigkeit in Richtung des Zusammenklingens freier gestaltet. Immer wieder faszinierend dabei ist die Wirkung des horizontalen Denkens, Vorauslesen, eigene Bögen fühlen, die anderen Stimmen hören, …). Dazu kam noch eine beeindruckende Übung im Hören der Obertöne der einzelnen Akkorde.
Auf der anderen Seite haben wir uns den Raidoh vorgenommen, mit einer deutlichen anderen Herangehensweise als bei der Vorbereitung zum Eurofestival. Die Betonungen wurden verschärft, der metallische Klang auf die Spitze getrieben. Hörbeispiele von anderen Kompositionen haben uns sehr schnell über die neue Zielsetzung aufgeklärt. Auf die Frage „Sollen wir schön oder japanisch spielen?“ kam die sehr diplomatische Antwort „Schön japanisch!“ Übersetzt heißt das
à reinhauen, aber ohne die wesentlichen Stimmen zu überdecken!
Es wurde ein neuer Inbegriff der Verachtung geboren: der Plektrumschoner
Der Begriff geht gleichwertig in die Sammlung der Ausdrücke ein wie Warmduscher, Beckenrandschwimmer uvm.

     

Oliver in einer eher typischen                     Oliver in einer eher untypischen
Dirigierhaltung                                              Dirigierhaltung

Als absoluten Gegenpol und auch unter dem Motto, wieder von den musikalischen Höhen des Tages absteigen zu können, haben wir uns am Samstag in nahezu vollständiger Besetzung die letzen Einlagen des European Song Contest (ECS) angetan. Über die Tiefe des Tales gab es sehr gespaltene Ansichten.

 Organisatorisch

Organisiert wurde der Tagungsort durch Birgit. Ein recht herzliches Dankeschön.
Die Gesamtorganisation lag wie immer in den professionellen Händen von Daniel.

Überraschend war der Ausblick auf das nächste Jahr.
Der Dirigentenwechsel mit einem Jahr ohne Konzerte geht zu Ende.
Und das - so wies ausschaut – gleich mit einem Bonbon.
Aber mehr davon an anderer Stelle.

(Alexander Wagenpfeil)